d.velop vs. ELO - welches DMS
ist für KMU die bessere Wahl?

DMS-Vergleich 2026

d.velop vs. ELO - welches DMS ist für KMU die bessere Wahl?

Zwei etablierte Systeme, zwei unterschiedliche Philosophien. Ein Vergleich entland echter Prozesse statt Featurelisten – damit Sie wissen, welches DMS wirklich zu Ihrer IT-Landschaft passt.

Papier ist in vielen Unternehmen längst nicht mehr das eigentliche Problem. Das größere Problem ist digital.

Rechnungen liegen im ERP. Verträge auf dem Fileserver. Freigaben laufen per E-Mail. Projektunterlagen befinden sich in Teams oder SharePoint. Und wenn ein Mitarbeiter ein bestimmtes Dokument sucht, beginnt die eigentliche Recherche erst.

Ein modernes Dokumentenmanagementsystem soll genau das verhindern: Dokumente zentral verfügbar machen, Prozesse automatisieren, Informationen revisionssicher archivieren und bestehende Systeme miteinander verbinden.

Wer sich im deutschen Mittelstand mit diesem Thema beschäftigt, landet früher oder später bei zwei etablierten Lösungen: d.velop documents und die ELO ECM Suite.

Auf den ersten Blick ähneln sich beide Systeme stark. Trotzdem unterscheiden sie sich in einem entscheidenden Punkt – und genau deshalb ist nicht jedes DMS für jedes Unternehmen gleichermaßen geeignet.

Dokumentenmanagement: Was können d.velop und ELO?

Kriteriumd.velopELO
GrundausrichtungCloud-/SaaS-orientiertHohe Flexibilität bei komplexen ECM-Szenarien
BereitstellungSchwerpunkt CloudCloud, Private Cloud und On-Premise
Microsoft 365Sehr starke IntegrationEbenfalls umfangreiche Integration
SAPIntegration vorhandenBesonders interessant für komplexe SAP-Szenarien
DATEVMöglich je nach Szenario/IntegrationStark in entsprechenden Integrationsszenarien
Workflow-AutomatisierungStark, moderner Cloud-AnsatzSehr umfangreich und tief konfigurierbar
DokumentenerkennungIntelligent Document ProcessingDocXtractor
Elektronische Signaturd.velop signÜber entsprechende Lösungen/Integrationen abbildbar
PreisstrukturVergleichsweise transparentHäufig projekt- und partnerabhängig
EinführungsaufwandTendenziell schneller bei standardisierten Cloud-SzenarienTendenziell höher bei komplexen Individualanforderungen
Geeignet fürKMU mit Cloud-/Microsoft-Fokus und standardisierbaren ProzessenUnternehmen mit komplexeren Prozessen, Integrationen oder On-Premise-Anforderungen

Die Tabelle zeigt bereits: Die Entscheidung ist weniger eine Frage von „gut oder schlecht“. Viel wichtiger ist die Frage: Welches System passt besser zu Ihrer vorhandenen IT-Landschaft und zu der Komplexität Ihrer Prozesse?

Dokumentenmanagement: Was können d.velop und ELO?

Bei den klassischen DMS-Funktionen liegen beide Lösungen zunächst nah beieinander. Unternehmen können Dokumente zentral verwalten, archivieren, suchen, versionieren und in digitale Prozesse integrieren.

d.velop documents

Stark Cloud-orientierter Ansatz

ELO ECM Suite

Mehr als nur ein digitales Archiv
Eine besondere Stärke von ELO liegt in der hohen Konfigurierbarkeit: Komplexe Freigabeprozesse, individuelle Aktenstrukturen oder umfangreiche Unternehmensprozesse können sehr detailliert modelliert werden. Das eröffnet viele Möglichkeiten – erhöht aber gleichzeitig die Anforderungen an Konzeption und Implementierung.

Zwischenfazit

Unternehmen sollten nicht fragen: „Welches DMS hat mehr Funktionen?“ Sondern: „Wie viel Individualisierung brauchen unsere Prozesse tatsächlich?“ Zusätzliche Flexibilität ist nur dann ein Vorteil, wenn sie im Unternehmen auch benötigt wird.

Cloud oder On-Premise? Hier unterscheiden sich die Strategien

2026 ist die Frage nach dem Betriebsmodell bei einer DMS-Auswahl wichtiger denn je. Datenschutz, IT-Sicherheit, interne Ressourcen und die eigene Cloud-Strategie spielen eine zentrale Rolle.

d.velop: klarer Fokus auf Cloud

d.velop ist stark auf den Cloud-Betrieb ausgerichtet. Für viele mittelständische Unternehmen ist das attraktiv, weil keine umfangreiche eigene Serverinfrastruktur für das DMS aufgebaut und betrieben werden muss. Hinzu kommen dokumentierte Zertifizierungen, darunter beispielsweise ISO 27001 und BSI C5 sowie Nachweise im Zusammenhang mit GoBD-konformer Archivierung.

ELO: mehr Freiheit beim Betriebsmodell

ELO bietet Unternehmen dagegen größere Wahlfreiheit. Je nach Lösung und Projekt kann die Plattform als Cloud-Lösung, Private Cloud oder On-Premise-System betrieben werden. Das kann insbesondere für Unternehmen interessant sein, die aus regulatorischen, technischen oder strategischen Gründen bestimmte Systeme weiterhin selbst betreiben möchten.

Entscheidungskriterium

Wer eine konsequente Cloud-Strategie verfolgt und möglichst wenig eigene Infrastruktur betreiben möchte, sollte sich d.velop genauer ansehen. Wer dagegen bewusst On-Premise oder Private Cloud benötigt, sollte ELO stärker gewichten.

Integration: der vielleicht wichtigste Punkt im DMS-Vergleich

Ein DMS sollte niemals isoliert betrachtet werden. Der eigentliche Nutzen entsteht nicht dadurch, dass Dokumente an einem neuen Ort gespeichert werden – sondern dann, wenn Dokumente automatisch Teil bestehender Geschäftsprozesse werden.

Ein Beispiel: Eine Eingangsrechnung kommt per E-Mail. Im Idealfall wird sie automatisch erkannt, ausgelesen, dem richtigen Vorgang zugeordnet, zur Freigabe weitergeleitet, mit dem ERP beziehungsweise der Finanzbuchhaltung verbunden und anschließend revisionssicher archiviert. Ohne Medienbruch.

d.velop & Microsoft 365

Eine der großen Stärken von d.velop liegt in der Integration in moderne Microsoft-Umgebungen: Microsoft 365, Teams, SharePoint und Dynamics 365. Darüber hinaus stehen Schnittstellen zu ERP-, CRM- und weiteren Unternehmenssystemen sowie zu SAP zur Verfügung.

ELO & komplexe Landschaften

ELO bietet ebenfalls umfangreiche Integrationsmöglichkeiten – unter anderem in Microsoft-Anwendungen sowie ERP-, CRM- und SAP-Umgebungen. Seine Stärken spielt ELO dort aus, wo komplexere Strukturen, individuelle Aktenmodelle oder umfangreiche Integrationsanforderungen bestehen.

Was kosten d.velop und ELO?

Eine der schwierigsten Fragen bei DMS-Projekten lautet: „Was kostet uns das System wirklich?“ Denn Lizenzkosten allein sagen wenig über die tatsächlichen Gesamtkosten aus. Unternehmen sollten mindestens folgende Positionen betrachten:
  • Softwarelizenzen & zusätzliche Module
  • Dokumenten- bzw. Transaktionsvolumen und Speicher
  • Schnittstellen, Implementierung & Datenmigration
  • Customizing, Schulung, laufender Support & Administration
  • Zukünftige Anpassungen

Erst daraus entstehen die tatsächlichen Total Cost of Ownership (TCO).

Kosten bei d.velop

Ein Vorteil von d.velop ist die vergleichsweise transparente Preisstruktur – für verschiedene Pakete bzw. Funktionen sind öffentliche Preisangaben verfügbar. Das spätere Gesamtbudget hängt jedoch davon ab, wie viele Dokumente verarbeitet werden, welche Zusatzmodule benötigt werden und welche Integrationen umgesetzt werden. Gerade Rechnungsverarbeitung, zusätzlicher Speicher, API-Nutzung oder elektronische Signaturen können die laufenden Kosten beeinflussen.

Kosten bei ELO

Bei ELO werden größere Projekte häufig individueller kalkuliert. Lizenzierung, Implementierung und Customizing hängen stärker vom konkreten Szenario und vom jeweiligen Implementierungspartner ab. Das macht einen einfachen Online-Preisvergleich schwieriger, ermöglicht aber gleichzeitig eine projektspezifische Kalkulation.

Für Unternehmen bedeutet das: Nicht zwei Lizenzpreise vergleichen – sondern zwei vollständige Drei- bis Fünf-Jahres-Szenarien. Nur dann wird sichtbar, welches System wirtschaftlich tatsächlich attraktiver ist.

Implementierung: Wie schnell entsteht echter Nutzen?

Das beste DMS bringt wenig, wenn die Einführung zwölf Monate dauert und anschließend niemand damit arbeiten möchte. Deshalb gehört die Implementierung genauso in den Vergleich wie die Software selbst.

Bei einem standardisierten Cloud-Szenario kann d.velop Vorteile bieten – insbesondere dann, wenn Microsoft 365 bereits vorhanden ist, Prozesse weitgehend standardisiert sind, wenig individuelle Infrastruktur benötigt wird und das Unternehmen möglichst schnell produktiv gehen möchte.

ELO kann dagegen seine Stärken ausspielen, wenn ein Unternehmen bewusst komplexere Strukturen modellieren möchte. Die zusätzliche Flexibilität kann allerdings mehr Abstimmung, Customizing und Schulungsaufwand bedeuten.

Für typische KMU-Projekte sollte deshalb nicht mit einer pauschalen Einführungsdauer geplant werden – je nach Ausgangssituation kann eine Einführung von wenigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten oder, bei sehr komplexen Projekten, deutlich länger dauern.

Wann ist welches System die bessere Wahl?

d.velop prüfen, wenn Sie ...

ELO prüfen, wenn Sie ...

Typische Einsatzszenarien für d.velop finden sich beispielsweise in Dienstleistungsunternehmen, Handel, Verwaltung oder generell in mittelständischen Unternehmen mit standardisierbaren Dokumentenprozessen. ELO kann insbesondere bei Unternehmen interessant sein, deren DMS deutlich stärker individualisiert werden muss.

Interaktiv: Ihr DMS-Fit-Score

Vier Fragen, eine erste Tendenz
Kein Ersatz für eine Bedarfsanalyse — aber ein guter erster Kompass, in welche Richtung Ihr Szenario tendiert.
1. Verfolgen Sie eine konsequente Cloud-Strategie?
2. Ist Microsoft 365 bei Ihnen bereits zentral im Einsatz?
3. Müssen Sie SAP, DATEV oder andere Kernsysteme sehr tief integrieren?
4. Brauchen Sie On-Premise oder Private Cloud aus regulatorischen Gründen?
d.velopELO
Beantworten Sie die vier Fragen, um eine erste Tendenz zu sehen.
Richtwert auf Basis Ihrer Angaben, kein automatisiertes Angebot. Für eine belastbare Entscheidung empfehlen wir einen kurzen DMS-Integrationscheck mit MDIS.

Die häufigsten Fehler bei der DMS-Auswahl

Unabhängig davon, ob am Ende d.velop, ELO oder eine andere Plattform gewählt wird, beobachten wir bei DMS-Projekten immer wieder ähnliche Fehler.

Funktionen statt Prozesse vergleichen

50 Funktionen auf einer Checkliste sagen wenig darüber aus, ob ein System den eigenen Rechnungs-, Vertrags- oder Freigabeprozess wirklich besser macht.

Nur Lizenzpreise betrachten

Der günstigere Nutzerpreis kann durch Implementierung, Zusatzmodule oder hohen Administrationsaufwand schnell relativiert werden.

Die bestehende IT-Landschaft ignorieren

ERP, CRM, Microsoft 365, DATEV, SAP und weitere Systeme müssen von Anfang an Teil der Entscheidung sein.

Zu viel individualisieren

Nur weil sich ein Workflow individuell bauen lässt, bedeutet das nicht, dass er individuell gebaut werden sollte. Standardisierung reduziert langfristig Kosten und Komplexität.

Den Implementierungspartner unterschätzen

Bei einem DMS-Projekt kaufen Sie nicht nur Software, sondern auch Prozessverständnis, Architektur, Integration und Umsetzungskompetenz.

So sollten KMU d.velop und ELO wirklich vergleichen

Wer vor einer DMS-Entscheidung steht, sollte keine klassische Software-Demo buchen und anschließend aus dem Bauch heraus entscheiden. Besser ist ein strukturiertes Vorgehen:

Drei relevante Prozesse auswählen

Zum Beispiel Eingangsrechnungsverarbeitung, Vertragsmanagement oder die digitale Kunden- bzw. Projektakte.

Systemlandschaft dokumentieren

Welche Systeme müssen integriert werden? ERP? Microsoft 365? SAP? DATEV? CRM? Fachanwendungen?

Mengengerüst definieren

Wie viele Nutzer, Dokumente, Rechnungen und Workflows gibt es?

Muss-Anforderungen festlegen

Cloud? On-Premise? Hosting? Compliance? Signatur? Mobile Nutzung? Berechtigungen?

Dasselbe Szenario in beiden Systemen demonstrieren lassen

Nicht „Zeigen Sie uns Ihr DMS“, sondern: „Zeigen Sie uns, wie eine Rechnung aus unserem E-Mail-Postfach automatisch erkannt, geprüft, freigegeben, an unser ERP übergeben und anschließend archiviert wird.“

TCO statt Lizenzpreis vergleichen

Betrachten Sie mindestens drei Jahre und berücksichtigen Sie Implementierung, Integration, Betrieb und Erweiterungen.

Fazit: d.velop oder ELO – welches DMS gewinnt 2026?

Einen pauschalen Sieger gibt es nicht. Und genau das ist die wichtigste Erkenntnis dieses Vergleichs.

d.velop überzeugt vor allem durch seinen Cloud-Fokus, eine starke Einbindung in moderne Microsoft-Umgebungen, transparente Preismodelle und einen vergleichsweise geradlinigen Einstieg in standardisierbare DMS-Prozesse.

ELO spielt seine Stärken dagegen bei komplexeren Unternehmensstrukturen, tief konfigurierbaren Workflows, umfangreichen Integrationsszenarien sowie bei Unternehmen aus, die Private Cloud oder On-Premise weiterhin bewusst einsetzen möchten.

Für ein KMU mit 100 Mitarbeitern, Microsoft 365, Cloud-Strategie und klassischen Rechnungs-, Vertrags- und Dokumentenprozessen kann deshalb eine völlig andere Lösung optimal sein als für einen produzierenden Mittelständler mit SAP, komplexen Freigabestrukturen und individuellen Archivierungsanforderungen.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: „Ist d.velop besser als ELO?“

Sondern: „Welches DMS integriert sich besser in unsere Prozesse, unsere IT-Landschaft und unsere zukünftige Digitalisierungsstrategie?“

d.velop oder ELO? Finden Sie es anhand Ihrer eigenen Prozesse heraus.

MDIS begleitet mittelständische Unternehmen seit über 20 Jahren bei der Digitalisierung und Integration ihrer Geschäftsprozesse – einschließlich der Einführung von Dokumentenmanagementsystemen wie d.velop und ELO.

Nicht das Produkt entscheidet die Empfehlung, sondern Ihr konkretes Szenario.